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.: Alexander Abt

1. Warum kandidieren Sie für den Bezirkstag?
Jede politische Entscheidung muss auf ihre Folgen über die fernere Zukunft und künftige Generationen überprüft werden und zwar in allen politischen Ebenen. Seit 2005 bin ich Stadtrat in Memmingen und dort Referent für Soziales. Die ödp spricht sich deutlich für den Erhalt der sog. dritten kommunalen Ebene, die Bezirkstage, aus, da diese im Gegensatz zu den Zweckverbänden durch demokratische Wahlen legitimiert sind.

Ich kandidiere für den Bezirkstag, weil ich der Meinung bin, dass der Bezirk neben seinen bisherigen Aufgaben im sozialen und kulturellen Bereich in Zeiten des Klimawandels sich führend an der Entwicklung einer Versorgung mit erneuerbarer Energie beteiligen muss. Hier liegen die Arbeitsplätze der Zukunft für die jungen Menschen von heute. Die ödp möchte die Bezirke durch neue Aufgaben stärken. Der immer wichtiger werdende Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) sollte auf Bezirksebene organisiert werden. Auch möchten wir den Bezirken die Aufsicht über die Altenheime übertragen und fordern die schnelle Umsetzung der Hospizidee als Aufgabe der Bezirke. Zur Erfüllung dieser Aufgaben muss im Rahmen des staatlichen Finanzausgleichs den Bezirken künftig eine eigene Finanzquelle zur Verfügung gestellt werden.

Ich kandidiere für den Bezirkstag als unabhängiger Kandidat, da die ödp als einzige Partei keine Firmenspenden annimmt und daher gänzlich frei von Lobbyismus entscheiden kann.

2. Was möchten Sie in den nächsten fünf Jahren, sofern Sie gewählt werden, für junge Menschen im Bezirk Schwaben erreichen?
Seit ich politisch tätig bin, setze ich mich für junge Menschen ein. So habe ich mich z.B. als Stadtrat in Memmingen für die Skaterbahn stark gemacht, gemeinsam mit Jugendlichen einen Flohmarkt organisiert und das Vorhaben auch finanziell unterstützt.
Auch auf Bezirksebene möchte ich pragmatisch an Probleme herangehen, gesprächsbereit sein und mich nach meinen Möglichkeiten einbringen.

Mir ist bewusst, dass für die Problemstellung Bildung und Ausbildung nicht die Bezirke zuständig sind, sondern der Bayerische Landtag. Politische Entscheidungen wirken sich auf allen Ebenen aus. Daher müssen alle Ebenen einen engen Kontakt, Gedanken- und Erfahrungsaustausch pflegen. Die ödp fordert z.B. eine spürbare Anerkennung für Ausbildungsbetriebe dadurch, dass die Sozialbeiträge für Lehrlinge aus der Steuerkasse bezahlt werden. Weiter muss eine Gebührenpflicht für Bildung an Schule und Hochschule tabu sein. Die ödp war maßgeblich daran beteiligt, dass das Büchergeld gefallen ist.

3. Welche Rolle spielen für Sie die Tätigkeiten der schwäbischen  Jugendverbände und des Bezirksjugendring Schwaben?
Jugendarbeit in Vereinen und Verbänden ist für die Gesellschaft unverzichtbar. Eine gute personelle und finanzielle Ausstattung muss unser vorrangiges Anliegen sein. Aber auch für die nicht organisierte Jugendarbeit muss qualifiziertes Personal und ausreichend Geld bereitgestellt werden. Jugendarbeit muss als Investition in die Zukunft verstanden werden.

Die Interessen junger Menschen müssen gebündelt und mit einer starken Stimme vorgetragen werden. Zusammenarbeit und Vernetzung sind wichtiger denn je.

4. Waren Sie selbst in der Jugendarbeit (bzw. in der Evangelischen Jugend) aktiv und wenn ja  welche Erfahrungen haben Sie aus diesem Engagement mitgenommen?
In meiner Kindheit und Jugend habe ich Fußball gespielt. Erfahrungen in der Jugendarbeit habe ich erst später über die Freiwilligen Agentur Schaffenslust im Jahr 2006/2007 sammeln können. Dort habe ich eine Schülerpatenschaft für zwei Hauptschüler übernommen.Vor Ort habe ich z.B. gute Kontakte zur Schülervertretung "Massiv".

5. Welche Rollen spielen christliche Werte bei Ihren politischen Entscheidungen?
Der Fernsehjournalist und Buchautor Franz Alt hat in einem seiner Bücher geschrieben: „Die ödp hat das „C“ nicht im Namen, dafür aber im Programm.“ Jeder Mensch ist in die Gesamtheit der Schöpfung eingebunden. Er hat eine eigene Würde und eigene Rechte, jedoch auch eine Verantwortung für die Gemeinschaft. Ökologische Politik ist gleichermaßen Sozial- und Friedenspolitik.
Mein politisches Bemühen folgt diesem ganzheitlichen Ansatz: Erhalt unser Lebens-grundlagen und für den sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Was genau ich darunter verstehe, kann im Programm der ödp. Bündnis für Familien unter  www.besser-waehlen-bayern.de oder unter  www.oedp-bayern.de nachgelesen werden.

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Direktkandidat Memmingen
Listenkandidat Platz 1

Polizeibeamter, Stadtrat