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.: Wolfgang Bähner

1. Warum kandidieren Sie für den Bezirkstag?
Die Aufgabenstellung des Bezirks mit dem großen Schwerpunkt Soziales war für mich wegen meiner politischen Einstellung gegenüber Menschen der Hauptgrund für den Bezirkstag zu kandidieren. Das gesamte Feld der psychischen Erkrankungen hat mich seit dem Studium an der Fachhochschule für Sozialpädagogik sehr interessiert. Nach meiner Meinung muss der Umgang mit Menschen mit psychischer Behinderung oder Erkrankung bei uns noch viel normaler angesehen werden. Diese , Menschen haben das gleiche Recht auf Teilhabe am Leben - in Schule, Beruf, Sport - wie Menschen ohne Behinderung.
Der zweite Grund für eine weitere Kandidatur ist für mich die Arbeit im Jugendausschuss. Durch meine jahrelange Tätigkeit als Hauptschullehrer bin ich beinahe täglich mit den Sorgen, Nöten und Wünschen von Heranwachsenden konfrontiert. Da die Jugendarbeit eine weitere Aufgabe des Bezirks ist, sehe ich meine Arbeit in diesem Gremium als ein Einbringen meiner Erfahrungen auf diesem Gebiet.


2. Was möchten Sie in den nächsten fünf Jahren, sofern Sie gewählt werden, für junge Menschen im Bezirk Schwaben erreichen?
Hier geht es um drei Punkte, die für mich relevant sind:

  • Der Bezirksjugendring Schwaben und seine ihm angeschlossenen Organisationen brauchen einen verlässlichen Partner bei der Erfüllung seiner Aufgaben. Die einzelnen Jugendorganisationen brauchen die Unterstützung des BJR Schwaben, deshalb muss er auf sicheren finanziellen Füßen stehen.
  • Jugendbildungsstätte Babenhausen: Diese Stätte für die Bildung der Jugend in Schwaben muss auch in der Zukunft - trotz großer Schwierigkeiten - erhalten bleiben, ausgebaut und immer auf dem neuesten Stand gehalten werden.
  • Hauptamtliche Medienfachberatung: Für die Zukunft ist mein persönlicher größter Wunsch die Errichtung einer hauptamtlichen Medienfachberatung in Schwaben. Die Gründe dafür ergeben sich aus dem zunehmenden Medienkonsum von Kindern und Heranwachsenden und dem oft unkritischen Umgang mit den neuen elektronischen Kommunikationsmöglichkeiten. Nicht selten werden persönliche Daten über das Internet verbreitet, ohne einschätzen zu können, welche Risiken damit verbunden sind.
    Ein weiteres Argument ist, dass Medien auch kreativ, nicht nur rezeptiv, genutzt werden können. Für Jugendliche können Medien Herausforderung sein, sich kreativ mit ihrer Umwelt und ihren Lebensumständen auseinanderzusetzen. Dazu brauchen sie aber die Anleitung von gut ausgebildeten Medienberatern.


3. Welche Rolle spielen für Sie die Tätigkeiten der schwäbischen  Jugendverbände und des Bezirksjugendring Schwaben?

Im gesellschaftlichen Leben der schwäbischen Jugendlichen haben die Jugendverbände und der Bezirksjugendring Schwaben eine prägende Funktion. Sie können den Jugendlichen Vorbild sein, Hilfe bei der Bewältigung von Problemen im beruflichen und familiären Umfeld anbieten. Dort wo Schule zu sehr den Charakter der "Bewertung" hat, leisten Jugendverbände eine hervorragend Arbeit für die Integration Jugendlicher in die Gesellschaft. Sie bieten den Jugendlichen ein Betätigungsfeld, auf dem sie ihre eigenen Fähigkeiten nutzen, ausprobieren und realisieren können.


4. Waren Sie selbst in der Jugendarbeit (bzw. in der Evangelischen Jugend) aktiv und wenn ja  welche Erfahrungen haben Sie aus diesem Engagement mitgenommen?
Direkt war ich in der offenen oder gebundenen Jugendarbeit nicht tätig, bis auf die Leitung einer Sportgruppe von jugendlichen Straftätern auf Bewährung über einen kurzen Zeitraum. Erfahrungen aus dem Leben von Jugendlichen nehme ich beinahe täglich aus der Schule mit, denn oft steht nicht die reine Wissensvermittlung im Vordergrund, sondern sehr oft auch das Zuhören und Eingehen auf die Jugendlichen.


5. Welche Rollen spielen christliche Werte bei Ihren politischen Entscheidungen?
Dies ist eine sehr schwierige Frage. Lassen Sie mich aber versuchen, eine Antwort zu geben. Meist gehe ich sehr nüchtern an meine Entscheidungen heran. Die Hauptfrage ist für mich meist: Welchen Nutzen können Jugendverbände, der Bezirksjugendring Schwaben und die Jugendlichen aus meinen Entscheidungen ziehen? Wird eine andere Gruppe benachteiligt? Wie steht es mit der Gesamtgerechtigkeit? Natürlich kommen dann auch manchmal Gedanken auf wie: "Allen recht getan ist eine Kunst, die niemand kann." Grundsätzlich spielen für mich Werte wie Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Einsatz für Schwächere und ähnliche Überlegungen eine Rolle.

Du hast noch Fragen?
 Dann schreib Wolfgang Bähner eine eMail mit deinen Fragen!

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Direktkandidat Augsburg-Stadt-West
Listenkandidat Platz 5

Hauptschullehrer, Bezirksrat, Schöffe am Amtsgericht
verheiratet