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.: Gisela Bock
1. Warum kandidieren Sie für den Bezirkstag?
Die Aufgaben des Bezirkstages werden leider sehr oft unterschätzt. Dabei ist die Fürsorge für die Schwächsten unserer Gesellschaft, wie sie von den Bezirken geleistet wird, für eine humane Gesellschaft von großer Bedeutung. Ich möchte meine langjährige Erfahrung in der Politik einbringen, um sowohl Alten und Pflegebedürftigen, wie auch Menschen mit Behinderungen ein menschenwürdiges Leben zu sichern. Ich möchte ein Miteinander von Jungen und Alten, keinen Generationenkonflikt. Als Kreisrätin und gebürtige Allgäuerin liegen mir die Bewahrung unserer Landschaft und die kulturelle Identität der bayerischen Schwaben sehr am Herzen.
2. Was möchten Sie in den nächsten fünf Jahren, sofern Sie gewählt werden, für junge Menschen im Bezirk Schwaben erreichen?
Das Wichtigste für einen jungen Menschen ist ein erfolgreicher Schulabschluss, der ihm eine weitere Ausbildung ermöglicht. Ich möchte, dass jedes junge Mädchen und jeder junge Mann in Schwaben die Chance hat, eine Berufsausbildung zu erhalten. Dazu will ich mich ehrenamtlich in Projekte einbringen, die Hauptschüler unterstützen, damit sie einen Abschluss erreichen. Außerdem möchte ich die Jugendarbeit der Verbände und den Bezirksjugendring bei seinen Aufgaben unterstützen, weil Jugendarbeit die beste Prävention für einen erfolgreichen Lebensweg von jungen Menschen ist.
3. Welche Rolle spielen für Sie die Tätigkeiten der schwäbischen Jugendverbände und des Bezirksjugendring Schwaben?
In meiner Zeit als Landtagsabgeordnete war ich in meiner Fraktion für die Jugendarbeit zuständig. Dabei hatte ich engen Kontakt mit den großen Jugendverbänden und mit dem Bezirksjugendring. Ich habe erlebt, mit welchem Engagement sich die ehrenamtlichen Jugendlichen eingesetzt haben, um Kinder auf ein erfülltes Leben vorzubereiten. Die Leistungen der Jugendverbände sind nicht hoch genug zu bewerten, ich werde mich dafür einsetzen, dass die Verbände ausreichend Unterstützung erhalten.
4. Waren Sie selbst in der Jugendarbeit (bzw. in der Evangelischen Jugend) aktiv und wenn ja welche Erfahrungen haben Sie aus diesem Engagement mitgenommen?
Ich habe viele Jahre lang Kinder und Jugendliche bei Ferienfreizeiten betreut. In diesen, vom Kreisjugendring Oberallgäu organisierten Freizeiten (Ferien in den Bergen, Reiterferien, Reisen nach England) habe ich vor allem gelernt, wie wichtig es ist, Kindern beizubringen, wie man mit Konflikten fertig wird. Konfliktbewältigung durch Gespräch und Zuhören ist die Voraussetzung für ein friedliches Miteinander ohne Aggressionen.
9 Jahre lang habe ich jeden Tag mit Schülerinnen und Schülern des Allgäu-Gymnasiums in Kempten gekocht, um eine Mittagsverpflegung auf die Beine zu stellen. Das hat mir große Freude gemacht, weil wir neben dem Kochen alle Alltags- und Schulprobleme besprechen konnten.
5. Welche Rollen spielen christliche Werte bei Ihren politischen Entscheidungen?
Christliche Werte sind das Fundament einer humanen Gesellschaft. Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit und Mitgefühl und Engagement für Menschen, denen es schlechter geht, sind für mich die wichtigsten Grundlagen bei meiner politischen Arbeit.


