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.: Regina Liebhaber
1. Warum kandidieren Sie für den Bezirkstag?
Mir ist Politik wichtig- sie ist die beste Möglichkeit, an der Demokratie in unserem Land aktiv mitzuwirken. Der Bezirkstag Schwaben entscheidet über wichtige Themen im Bereich Jugend, Förderung von Menschen mit Behinderung, Kultur,… in Schwaben. Seit vielen Jahren bin ich damit durch den Bezirksjugendring Schwaben und im Kemptener Stadtrat damit konfrontiert. Als Bezirksrätin kann ich aktiv für ein lebenswerteres Schwaben kämpfen und meine Erfahrungen einbringen.
2. Was möchten Sie in den nächsten fünf Jahren, sofern Sie gewählt werden, für junge Menschen im Bezirk Schwaben erreichen?
Möglichst viel von dem, was sie benötigen. Die Zusammenarbeit Bezirksjugendring/ Bezirkstag gestaltet sich ja seit Jahren recht positiv, doch es gibt noch viel zu tun! Hier werde ich dafür kämpfen, dass die Belange der Kinder und Jugendlichen und der Jugendarbeit schneller zu einer Umsetzung kommen. Die Politiker müssen endlich erkennen, dass es sich bei den Forderungen der Jugendarbeit nicht um „Weihnachtswünsche“ handelt, sondern um ernsthaft notwendigen Bedarf für die tägliche Arbeit, die überwiegend ehrenamtlich geleistet wird und gute Rahmenbedingungen braucht Um die Zukunft der JuBi zu sichern, ist es notwendig, den Turnhallenbau nicht mehr auf die lange Bank zu schieben. Die Medienfachberatung liegt mir sehr am Herzen: hier ist eine Unterstützung für die Jugendverbände sehr wichtig und eine Beratung im Bereich der Prävention im Umgang mit Medien unerlässlich- für das bisherige Zögern der Geldgeber habe ich kein Verständnis.
Junge Menschen mit Behinderung brauchen ausreichende Unterstützung und vernünftige Arbeitsplätze und auch für Senioren wird es in den nächsten Jahren besonderen Handlungsbedarf geben- hierfür werde ich mich natürlich auch engagieren.
3. Welche Rolle spielen für Sie die Tätigkeiten der schwäbischen Jugendverbände und des Bezirksjugendring Schwaben?
Ohne die Arbeit der Jugendverbände könnten die Verantwortlichen in Stadt, Land und Bezirk ihre gesetzlichen Aufträge zur Förderung von Kindern und Jugendlichen nicht erfüllen. Die Verbände, mit ihren unterschiedlichen Interessen und Strukturen leisten einen wichtigen Beitrag zur Erziehung, Wertevermittlung, außerschulischen Bildung und Freizeitgestaltung und erreichen enorm viele Jugendliche. Die Jugendverbände, die Stadt- und Kreisjugendringe und der Bezirksjugendring sind engagiert, interessant, lebendig und gut- kurzum: ohne sie wäre eine funktionierende Gesellschaft nicht vorstellbar!
Wer diese Jugendarbeit ernst nimmt und ihren Stellenwert erkennt, muss auch dazu bereit sein, gute Bedingungen hierfür zu schaffen.
4. Waren Sie selbst in der Jugendarbeit (bzw. in der Evangelischen Jugend) aktiv und wenn ja welche Erfahrungen haben Sie aus diesem Engagement mitgenommen?
In meiner Erziehung habe ich gelernt, dass es 2 Arten von Arbeit gibt: eine, für die man bezahlt wird und eine, die man ohne Geld für die Gesellschaft leistet. Seit meinem 4. Lebensjahr bin ich Mitglied im Trachtenverein und seit 1980 bei den Falken. Aus meiner Praxis kenne ich die Arbeit als Jugendleiterin und in Vorständen
Aus der aktiven Jugendverbandsarbeit habe ich mich etwas zurückgezogen, da ich seit 1999 Vorsitzende des Stadtjugendring Kempten bin, was viel Zeit erfordert. Zusätzlich bin ich seit 2002 Stadträtin und Jugendbeauftragte in Kempten und seit vielen Jahren Delegierte beim Bezirksjugendringausschuss und beim Hauptausschuss des BJR.
Die Jugendarbeit hat meine Entwicklung und Persönlichkeit im Wesentlichen geprägt: mein positives Menschenbild- meine Freude im Umgang mit Menschen- die Fähigkeit, über den Tellerrand zu schauen- meinen Mut, Dinge zu verändern, die nicht gut sind- ein ausgeprägtes Organisationsgeschick- Selbstbewusstsein- Achtung und Toleranz für meine Mitmenschen- Schwung und Lebensfreude- und den Willen, Vieles davon weiterzugeben.
5. Welche Rollen spielen christliche Werte bei Ihren politischen Entscheidungen?
Ein friedliches Zusammenleben in einer Gesellschaft kann ohne persönliche Werte, gegenseitige Anerkennung, Achtung und Toleranz nicht gelingen. Hierzu gehört für mich auch das Bewusstsein, dass ich nur Teil eines Gesamtsystems Mensch- Tier-Natur- Ökologie bin, wofür ich auch für nachfolgende Generationen Mitverantwortung trage.


