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Dr. Ruth Niemetz
1. Warum kandidieren Sie für den Bezirkstag?
Den Hilfebedürftigen eine Stimme geben, die Zukunft der Soziallandschaft nachhaltig gestalten helfen, das sind meine Beweggründe für die erneute Kandidatur. Bereits seit 2004 bin ich Mitglied des Bezirks-tags von Schwaben. Seitdem erlebe ich die Dringlichkeit der dort zu bewältigenden Aufgaben immer mehr, aber auch die innere Zufriedenheit über noch so kleine, erfolgreiche Konzepte.
2. Was möchten Sie in den nächsten fünf Jahren, sofern Sie gewählt werden, für junge Menschen im Bezirk Schwaben erreichen?
Die demographische Entwicklung verlangt den jungen Menschen künftig immer mehr ab. Hier gilt es ausgewogene Lösungen für Jung und Alt zu finden und durch politische und finanzielle Akzente Anrei-ze zu schaffen: z.B. Prävention im Kleinkinderalter ist optimal, hier muss m.E. mehr Geld fließen. Die Förderung der Jugend in Sport-, Musik- und Kulturvereinen muss wieder erhöht werden.
Sucht-Prävention im kindlichen und jugendlichen Alter muss m.E. über alle politischen Ebenen ge-meinsam angepackt werden. Eine Ebene allein kann das nicht finanzieren.
Anpassung der Eingliederungshilfe an veränderte Behinderungsarten und hin zu mehr und längerer Selbstständigkeit der Betroffenen; gerade im Bereich Jugendlicher mit Behinderungen lässt sich heute durch moderne Hilfen eine längere und bessere Selbstständigkeit für ein erfülltes Leben erreichen. Hier darf nicht gespart werden.
3. Welche Rolle spielen für Sie die Tätigkeiten der schwäbischen Jugendverbände und des Bezirksjugendring Schwaben?
Unverzichtbar! Ich erlebte den Bezirksjugendring speziell in Babenhausen und den Kreisjugendring in meinem Landkreis Günzburg als sehr emsig aber dennoch herzlich und immer „am Puls der Zeit“, im-mer aufgeschlossen für gute Ideen. Und mit der nötigen Hartnäckigkeit ausgestattet, um ein eigenes Projekt voranzubringen. Die Darstellung ist enorm professionell und dadurch sehr informativ für Au-ßenstehende. Dadurch stellen die Verbände ein effektives und wichtiges „Sprachrohr“ für die Anliegen der Jugend in Richtung Politik dar.
4. Waren Sie selbst in der Jugendarbeit (bzw. in der Evangelischen Jugend) aktiv und wenn ja welche Erfahrungen haben Sie aus diesem Engagement mitgenommen?
Ist schon einiges her und war damals sehr von der heimatlichen Kirchengemeinde bestimmt. Die Erinnerung an die Gemeinsamkeit, das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Stärke, die daraus resultierte, ist immer noch sehr lebendig, auch wenn ich die damaligen einzelnen Aktionen heute vergessen habe. D.h. es war eine nachdrückliche Arbeit für mein späteres Handeln. Insofern kann ich nur jeden jungen Menschen ermuntern, in irgendeiner Form aktiv zu werden.
5. Welche Rollen spielen christliche Werte bei Ihren politischen Entscheidungen?
Wenn ich als Christin lebe, dann kann ich das nicht einfach ausziehen, wenn ich Politikerin bin. Insofern eine einfach Antwort: ich entscheide immer und ausschließlich als Christin, egal ob privat oder öffentlich. Nur nebenbei: Ich selbst bin katholisch, mein Mann reformiert, es klappt hervorragend seit 25 Jahren.


