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.: Rita Ortler
1. Warum kandidieren Sie für den Bezirkstag?
Der Bezirkstag ist Träger der überörtlichen Sozialhilfe und setzt sich somit für die Schwachen in der Gesellschaft ein, die sonst keine große Lobby haben: Kinder und Jugendliche, Menschen mit Behinderungen, Alte und psychisch Kranke. Aus persönlichen Erfahrungen im Umgang mit diesen Menschen weiß ich um deren Hilfebedürftigkeit und möchte mich für sie und ihre Interessen im Bezirkstag einsetzen.
2. Was möchten Sie in den nächsten fünf Jahren, sofern Sie gewählt werden, für junge Menschen im Bezirk Schwaben erreichen?
Die Arbeit in den Jugendringen muss weiterhin vom Bezirk unterstützt und gefördert werden und die Umsetzung des Jugendprogramms für Schwaben vorangetrieben werden. Es ist wichtig Netzwerke weiter auszubauen und die bereits gut organisierte Jugendarbeit in allen Bereichen (Sport, Musik, Kultur...) wieder stärker zu fördern. Als freischaffende Musikerin liegen mir besonders die Berufsfachschulen für Musik und das Jugendsymphonieorchester am Herzen, welche den Jugendlichen ein Trittbrett sein können für eine Musikerlaufbahn.
3. Welche Rolle spielen für Sie die Tätigkeiten der schwäbischen Jugendverbände und des Bezirksjugendring Schwaben?
Die Jugendverbände Schwabens haben aktuelle Programme und können diese auch nach außen gut darstellen. Die Arbeit in den Gremien sind bereits ein fester Bestandteil in der gesamten Jugendarbeit und ist aus dem gesellschaftlichen Leben nicht mehr wegzudenken. Eine Zusammenarbeit mit dem Bezirkstag ist somit unerlässlich und muss weiterhin gepflegt werden.
4. Waren Sie selbst in der Jugendarbeit (bzw. in der Evangelischen Jugend) aktiv und wenn ja welche Erfahrungen haben Sie aus diesem Engagement mitgenommen?
In meiner Jugend habe ich in meiner Heimatpfarrei eine katholische Jugendgruppe geleitet und war auch in der Diözese engagiert. Die Gruppenstunden waren noch sehr „hausbacken“ und auf die Bedürfnisse der Gemeinde ausgelegt. Trotz dieser bescheidenen Mittel – oder vielleicht auch gerade deshalb – erlebten wir die Gemeinschaft als sehr intensiv. Beziehungen, Kontakte und Erfahrungen wurden aufgebaut und nach außen vertreten. Feste, Gottesdienste, Aktionen, Zeltlager, Ausflüge und auch eine Romreise bleiben mir stets in Erinnerung. Ich ermögliche dies auch meinen beiden Kindern (14 und 16 Jahre), weil ich finde, dass dies ein Grundstock für ein gutes soziales und gesellschaftliches Miteinander ist.
5. Welche Rollen spielen christliche Werte bei Ihren politischen Entscheidungen?
Ich bin in erster Linie Christ und dann erst Politiker. Meine christliche Einstellung, Verantwortung für die Gesellschaft zu übernehmen, haben mich erst dazu gebracht, auch politisch aktiv zu werden. Deshalb bilden christliche Werte die Grundlage für meine Entscheidungen – also auch die politischen.


