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.: Wappen
Der Bezirkstag Schwaben hat in seiner Sitzung vom 23. Juli 1965 ein Wappen und eine Fahne angenommen. Das Bayer. Staatsministerium des Innern hat mit Entschließung vom 15. Oktober 1965 Nr. 1 B 3 - 3009 - 13/5 die erforderliche Zustimmung gemäß Art. 3 BezO erteilt.
Die Wappenbeschreibung lautet:
"Unter goldenem Schildhaupt, darin ein wachsender, rot bewehrter und golden nimbierter schwarzer Doppeladler, gespalten; vorne gespalten von Rot und Silber, hinten fünfmal schräglinks geteilt von Silber und Rot, überdeckt mit einem goldenen Pfahl."
Die Generaldirektion der staatlichen Archive Bayerns hat in ihrem Gutachten vom 17. September 1965 hinsichtlich der einzelnen Bestandteile des Wappens folgendes ausgeführt:
„1) |
| Der Adler des Alten Reichs soll nicht nur die schwäbischen Reichsstädte Augsburg, Kaufbeuren, Memmingen, Kempten, Lindau, Donauwörth, Nördlingen und (mit einigen Gebietsteilen) Ulm versinnbildlichen, sondern auch das ehemalige umfangreiche Reichsgut der Staufer und die reichsritterschaftlichen Territorien. |
2) |
| Der von Rot und Silber gespaltene Schild des Hochstifts Augsburg ist stellvertretend für die geistlichen Territorien bis 1803, unter denen insbesondere das Fürststift Kempten, die Abteien Ottobeuren, Irsee, Roggenburg, Wettenhausen, Ursberg, Kaisheim und Elchingen sowie das Damenstift Lindau zu nennen sind. Die hochstiftisch-augsburgischen Gebiete zogen sich von der Gegend südlich von Neresheim bis in die Allgäuer Alpen hin, so daß mit diesem Zeichen ein breiter Landstreifen links des Lechs unmittelbar angesprochen wird. |
3) |
| Mit dem alten Wappen der Markgrafschaft Burgau ist im Hoheitszeichen des Bezirks insbesondere Mittelschwaben mit Teilen der Landkreise Günzburg, Illertissen, Neu-Ulm und Krumbach vertreten. Darüber hinaus soll es an alle reichsunmittelbaren weltlichen Territorien im schwäbischen Bereich bis zum Ende des Alten Reichs erinnern, z. B. an die weithin verstreuten fuggerischen Gebiete, den Besitzkomplex der Linien des Hauses Oettingen um Nördlingen und schließlich auch an die alten wittelsbachischen Gebiete am Lech und an der Donau sowie Wemding, Schwangau und Mindelheim. Statt heraldischer Hinweise auf die Wittelsbacher bot sich im vorliegenden Fall als schwäbische Besonderheit das Wappen der bis 1805 vorderösterreichischen Markgrafschaft Burgau an, das auch in künstlerischer Hinsicht eine gute Entsprechung zu dem farblich verwandten Augsburger Hochstiftswappen bildet." |
Quelle und Text: Bezirk Schwaben, 2008

